Fallbuch Physiotherapie Innere Medizin

28. November 2016

Vor 4 Jahren hat alles begonnen: auf einer kleinen schwedischen Insel, auf einem wunderschönen einsamen Strand, wo die Gedanken uns nur so ums Hirn stürmten, und einige davon sind nach und nach zur Umsetzung gelangt. Das wohl größte Projekt: die Fallbuchreihe Physiotherapie. Von der Idee gemeinsam mit Rainer S. bis zur Projekteinreichung bei Elsevier, über die Vorarbeiten, dann die Zusage meiner Mitherausgeberin Beate (ein sofortiges beherztes Ja ohne viel Schnickschnack!) bis hin zur Fertigstellung sind nun 4 intensive Jahre vergangen. Seit 2 Wochen ist es nun in Buchhandlungen zu erwerben, und am Donnerstag wird gefeiert. Ich freue mich sehr!!!

Hier der Link:http://www.deralex.at/webapp/wcs/stores/servlet//Product/Sach–und-Fachbuecher_Medizin-und-Pharmazie//Fallbuch-Physiotherapie-Innere-Medizin-mit-Schwerpunkt-Kardiologie_-Pulmologie/63763/4099276460822233274/4099276460846888758/-3/4099276460822241342/4099276460822241336/4099276460822241336

 

körperliche Aktivität = ein Vitalparameter

14. Oktober 2016
Immer mehr Institutionen beginnen körperliche Aktivität -wie andere Vitalzeichen auch- bei medizinischen Konsultationen zu erheben (Wir an unserem Institut sind auch drauf und dran uns dahingehend etwas zu überlegen).
Warum? Körperliche Inaktivität wird als eigenständiger Risikofaktor für Morbidität und Mortalität immer noch unterschätzt, ist jedoch – wie Rauchen, Blut(hoch)druck und Herzfrequenz – als ein aussagekräftiger und höchst relevanter Parameter anzusehen, der in enger Verbindung zur Gesundheit/Krankheit steht.
2 kurze Fragen, wie sie bspw. im Kaiser Permanente verwendet werden, und welche die den üblichen Workflow zeitlich nur geringfügig unterbrechen, lauten: 1) “On average, how many days per week do you engage in moderate-to-vigorous physical activity (like a brisk walk)?” and 2) “On average, how many minutes do you engage in physical activity at this level?”  Daraus errechnen sich die Minuten/pro Woche, welche in der Krankengeschichte neben den herkömmlichen Vitalparametern dann notiert werden.

http://www.amjmed.com/article/S0002-9343(16)30490-9/pdf

Das ABCD der Lebensstilberatung

5. Oktober 2016

jama-2016

Ein frei zugänglicher Artikel im JAMA vom August 2016 beschäftigt sich mit den Grundlagen der Beratung in Bezug auf Lebensstilberatung. lesenswert:  http://cardiology.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2527092

 

Motivational interviewing – Modul auf BMJ learning

1. März 2016

Fast immer verlangen wir unseren PatientInnen in der Therapie Veränderungen ab. Dieses und jenes sollen sie tun/nicht mehr tun, beispielsweise -Thema dieses Blogs-mehr Bewegung in den Alltag einbauen. WIE genau aber kann diese Veränderung am besten gelingen, wie können wir unsere PatientInnen dabei begleiten, ohne sie zu „überreden“(im Sinne von: überfahren) und dadurch unüberbrückbaren inneren Widerstand zu erzeugen?

Motivational Interviewing ist eine patienten-zentrierte Beratungsmethode, die Antworten auf diese Fragen gibt. Ursprünglich entstanden bei der Begleitung von Menschen mit Suchtproblematik, wird sie mittlerweile erfolgreich in vielen Gesundheitsbereichen eingesetzt, unter anderem in der Kardioreha (Bewegung) oder Rauch-Entwöhngsprogrammen. [Anm.: beispielsweise hat auch Andi Mühlbacher, PT im Reha Münster/Tirol, kürzlich begonnen, MI im Rahmen der Gruppenschulungen einzusetzen]. MI, so die Abkürzung, geht davon aus, dass Ambivalenz bei einem Veränderungsprozess eine normale Reaktion ist. Sie bietet Anleitungen um mit diesen Ambivalenzen konstruktiv zu arbeiten, anstatt sie lediglich als problematisch einzustufen (und den Pat. gleich mit, als „nicht compliant“), und liefert Vorlagen, wie die self-efficacy (Selbstwirksamkeitserwartung) gestärkt werden kann. Es gilt weiters „change talk“ bewusst herauszuhören, d.h. wenn d. Pat. von sich aus von Veränderung spricht, dann dies nicht zu übergehen, sondern genau da einzuhaken, weiterzuarbeiten. usw. Letztes Jahr habe ich an einem Kurs von Fond Gesundes Österreich teilgenommen, und ich empfinde diese Methode als sehr hilfreich und unverzichtbar. Zur Evidenz: In mehr als 200 RCTs wurde bislang die Effektivität von der Beratungsmethode „Motivational Interviewing“ untersucht, wobei sich in ca 80% diese Methode als effektiver herausgestellt hat, als herkömmliche Art der Beratung.

Nun gibt es im Learning Center des British Medical Journals (BMJ) ein kostenloses einstündiges Learning Modul, welches einen guten Einstieg und erste Information über Motivational Interviewing gibt: http://learning.bmj.com/learning/module-intro/.html?moduleId=10051582 Man braucht sich nur einmal registrieren und einloggen, und bekommt so Zugang gleich zu einer Reihe von Modulen.

hier gehts zum Modul Motivational Interviewing

hier -rel. wahllos- ein kurzer Auszug: A common belief may be that if only you can convince a patient of the rational reasons to change, and provide them with all of the correct information, then they will change. At the heart of the righting reflex is usually simply the desire to help, but paradoxically it often has the opposite effect. One explanation for why it can be ineffective is that people tend to be ambivalent about change; they can see the arguments both for and against changing. Often they have heard the logical arguments in favour of change many times before. If they encounter a person using the righting reflex, they can become resistant and defensive. When a person hears only one side of what they already know is a two-sided argument, they can become encouraged to take up and defend the opposing side. Advice may be met with an explanation about why it will not work for them. Often this starts with the words, “yes, but…” This means that by engaging the righting reflex, clinicians can inadvertently encourage a patient to voice and focus on the reasons against change (sustain talk).

coursera-Kurs ab Mai: „sit less, get active“

15. Februar 2016

https://www.coursera.org/learn/get-active   !!!

Kinder &(In-)Aktivität

14. Februar 2016

Nicht nur wir Erwachsene, auch die meisten Kinder bewegen sich viel zu wenig, und die Rate an körperlicher Inaktivität ist erschreckend hoch. Es gibt viele gute Gründe, dies zu ändern. „Exercise works“ hat eine Reihe von Grafiken zum Thema auf Twitter publiziert, ich denke diese sprechen für sich….

medizinische Abklärung vor Bewegungs-Start?

30. November 2015

Updating_ACSM_s_Recommendations_for_Exercise.28

Im Artikel findet man die aktuellen Empfehlungen, welche unserer Patientinnen zuerst medizinisch abgeklärt werden müssen, bevor sie ein Trainingsprogramm beginnen, und wann das nicht erforderlich ist.

Am gefährdetsten für kardiale Zwischenfälle -ausgelöst durch Bewegung- sind inaktive Personen mit Herzerkrankung, welche Bewegungen mit hoher Belastungsintensität durchführen.

Generell überwiegen die positiven Effekte eines regelmäßig durchgeführten Trainings, daher wird Wert darauf gelegt, Pat nicht unnötig an Bewegung zu hindern, indem man zuerst eine medizinische Abklärung vorschreibt, wennmedical clearance acsm 2015 sie möglicherweise nicht unbedingt erforderlich ist.

Zum Weltherztag am 29.9.2015

28. September 2015

Es schmilzt uns es blutet es lacht uns im Leibe

Wir tragen es auf der Zunge

Wir schütten es aus

Wir machen ihm Luft

Wir grüßen von ihm

Wir essen es in Aspik

Es ist steinern es ist weich

golden hart brennend gespickt

halb leicht tief gut oder schwer

gebraten gebrochen erweitert verfettet

Wir bringen etwas darüber und tragen etwas darunter

Wir legen die Hand darauf

Wir schließen etwas darin ein

Wir drücken etwas daran

Wir nehmen uns etwas dazu

Wir haben etwas darauf

Wir hängen es an etwas hin

Es hat Klappen Blätter und Damen

Es hat Fehler Schläge Gründe Beutel und Gruben

Anfälle Kammern und Lüste

Wir lassen uns etwas daran wachsen

und etwas darein schneiden

und etwas daran greifen

Ein Stein fällt uns davon herunter

Wir machen eine Mördergrube daraus

Wir haben es auf dem rechten Fleck

(Hans Magnus Enzensberger – Innenleben)

Vorbilder: Sarah Russel: ‚Having a colostomy bag doesn’t have to limit your life‘

27. September 2015

Sarah Russel, Sportreporterin und Lauf-Coach, beschreibt, wie es ihr gelang auch nach Anlage einer Colostomie wieder intensiv Sport zu betreiben: http://www.bbc.com/sport/0/get-inspired/32886306

via Twitter/Exercise Works!

Gehtraining bei PAVK

21. September 2015

ein absolut hinreissendes, auf den Punkt gebrachtes „toolkit“: PAD EXERCISE TRAINING TOOLKIT – A Guide for health care professionals (herausgegeben von AACVPR u PAD coalition): pad-exercise-training-toolkit[1]

TASC II : http://vascular.stanford.edu/endovasc/documents/PIIS0741521406022968.pdf  Konsensus-Papier über das Management der PAVK, darunter auch ein Abschnitt über körperliches Training

ACC/AHA 2005: http://circ.ahajournals.org/content/113/11/e463.full.pdf+html  und update 2011: http://circ.ahajournals.org/content/124/18/2020.full

sehr ausführliche Darstellung der trainingsphysiologischen Wirkmechanismen bei PAVK: große Empfehlung:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3767482/pdf/nihms479502.pdf

zu Fuß gehen: in Wien

30. August 2015

hier geht’s zum Interview mit Wiens Fußverkehrsbeauftragten: http://m.geo.de/GEO/reisen/reisewissen/wien-zu-fuss-ein-interview-mit-petra-jens-beauftragte-fuer-fussverkehr-81186.html

hier geht’s zur App „Wien zu Fuß“: http://www.wienzufuss.at/app/

http://www.wienzufuss.at/

besonders zu beachten: das Rahmenprogramm der Konferenz „Walk21Vienna“ bietet von „method of strollology“ über „walkshop to the ugliest buildings of vienna“ und “ be a parasite“ und “ Guerilla city walk“ alles, was das spazierengehende Herz so begehrt: http://walk21vienna.com/conference-program/walkshops/

keine zeit zum sich-nicht-bewegen

7. Juli 2015

keine zeit zum sich nicht bewegenvia andrewmurray/twitter